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Das Logo ist eine Computergraphik des Lorenz-Attraktors. Edward N. Lorenz ist einer der Pioniere der modernen Chaostheorie und neben der Mandelbrot-Menge bleibt der Lorenz-Attraktor das bekannteste Aushängeschild der Chaosforschung. Der Meteorologe Edward N. Lorenz bemerkte bei numerischen Untersuchungen zur computerunterstützten Wettervorhersage, dass bereits kleinste Abweichungen in den Anfangsbedingungen zu völlig unterschiedlichen Lösungen führen können (Lorenz E.N., Deterministic Nonperiodic Flow, Journal of the Atmospheric Sciences, 1963, Vol. 20, No. 2, pp. 130-148). Dieses Verhalten ist typisch für die meisten komplexen dynamischen Systeme. Da es niemandem möglich ist, die Anfangsbedingungen beliebig genau festzulegen bzw. zu messen, ist es damit auch faktisch unmöglich, die langfristige dynamische Entwicklung eines solchen Systems genau vorherzusagen, selbst wenn man die dem System zu Grunde liegenden deterministischen Gesetzmäßigkeiten genau kennt und simulieren kann. Unter dem Schlagwort "Schmetterlingseffekt" wurde diese Erkenntnis für die Wettervorhersage weltberühmt: der Flügelschlag eines Schmetterlings in der Karibik reicht demzufolge aus, um auf lange Sicht das globale Wettergeschehen auf völlig "chaotische" Weise zu verändern. Lorenz bemerkte in seinem Modell auch, dass es eine Menge von Zuständen gibt, der sich alle Lösungen immer mehr annähern, egal wie chaotisch einzelne Lösungen für sich betrachtet auch erscheinen mögen. Wenn Zustände des Systems durch Punkte im dreidimensionalen Raum dargestellt werden, ergibt sich ein fraktales Gebilde, das zu einem Symbol für Ordnung im Chaos wurde: der Lorenz-Attraktor. Unser Logo zeigt zwei Lösungskurven, die beide auf dem Attraktor enden. Jede Bahn wird von einem Kügelchen durchlaufen, und das Gesamtbild stellt man sich am besten als langzeitbelichtete photographische Aufnahme der stroboskopisch beleuchteten Szene vor. Das Bild wurde mit POV-Ray, einem modernen Raytracingprogramm, erzeugt. Bei der verwendeten Methode wird der Weg, den auf der Computerkamera auftreffende Lichtstrahlen durchlaufen haben, zurückverfolgt. Indem man virtuelle Lichtstrahlen aus der Kamera schießt, simuliert man sozusagen eine 180° Kehrtwendung der in die Kamera eintretenden "wirklichen" Photonen. Das Programm berechnet für jeden umgekehrt durchlaufenen Lichtstrahl aus welchen emittierten, gebrochenen bzw. reflektierten Lichtstrahlen er sich zusammensetzte als er mit Objekten in Interaktion trat. Derselbe Vorgang wird für diese Lichstrahlen wiederholt. Der Farbwert des ursprünglichen Strahls beim Eintritt in die Kamera kann aus der Summe aller Interaktionen dieser umgekehrt durchlaufenen Lichtstrahlen erschlossen werden. Wird dies für jeden Bildpunkt gemacht, entsteht ein realistisches Bild einer dreidimensionalen Szene. Sowohl die Anfänge der Computergraphik als auch die Entdeckung des Lorenz-Attraktors sind zeitlich zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Diese zeitliche Koinzidenz ist kein Zufall, waren doch beide durch die Fortschritte auf dem Gebiet der Computertechnik möglich geworden. Diese Fortschritte bauten ihrerseits wesentlich auf der Erfindung des Transistors durch Shockley, Brattain und Bardeen im Jahr 1947 auf. Letztere wiederum wäre ohne die in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts erfolgte quantenphysikalische Erklärung der mikroskopischen Welt durch Pioniere wie Heisenberg, Schrödinger und Dirac kaum möglich gewesen. Diese verzahnte Kette von wissenschaftlichem und technischem Fortschritt läßt sich nahtlos noch weiter in die Vergangenheit verfolgen oder auf andere Wissensgebiete ausdehnen, etwa die moderne Mikrobiologie, deren wichtigster Grundstein die Entschlüsselung der biochemischen DNA-Struktur durch Watson, Crick und Wilkins war. Der durch den menschlichen Intellekt erzielte ungeheure geistige Reichtum ist in jeder Hinsicht schützenswert. Deshalb bilden Fortschritt und der Schutz geistigen Eigentums eine natürliche Allianz. Wir von intellect propels sind stolz, einen kleinen Beitrag "hinter den Kulissen" zu leisten, indem wir den eigentlichen Akteuren hochqualitative Übersetzungsdienste anbieten. |